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26.11.2020

ZAB: Ja zum Budget und viel Potential für Energiepark

Der wiedergewählte ZAB VR-Präsident Kurt Baumann führte durch die Versammlung.
Im Rahmen der ordentlichen Delegierten-Versammlung wurde das Budget 2021 des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) genehmigt. Die Wiederwahl von VR und Kontrollstelle sowie das Projekt "Optimierung Energiepark Bazenheid" und Fernwärmeoptionen waren weitere Themen.

In Corona-konformer Sitzordnung im Stadtsaal Wil akzeptierten die Delegierten am 26. November 2020 das Budget des ZAB. Dieses geht von einem konsolidierten Gesamtertrag von 37 Millionen Franken aus und präsentiert sich nach Abschreibungen von rund drei Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1,8 Millionen Franken.
Einstimmig wiedergewählt wurden der Präsident des Verwaltungsrats, die Mitglieder des Verwaltungsrats und die Kontrollstelle.

Optimierung Energiepark Bazenheid

Auch über das laufende Projekt "Optimierung Energiepark Bazenheid" wurden die Delegierten informiert. Der ZAB befindet sich mit den Bauarbeiten auf Kurs. Im Zentrum des anspruchsvollen Bauprojekts stehen der Ersatz der Feuerung und des Kessels der 36 Jahre alten Ofenlinie 3, der Ersatz der Entstaubungsanlagen sowie der der Ersatz der nass-chemischen Reinigung aller Linien mit einer Trockenreinigungsstufe. Dadurch wird die Effizienz der Anlagen inskünftig wesentlich verbessert. 

Claudio Bianculli, Vorsitzender der ZAB-Geschäftsleitung, informierte auch über die aktuelle Bauphase des Energieparks. Bild: jg

Bereit für ein umfassendes Fernwärmenetz

Mit dem Bauprojekt macht sich der ZAB fit für ein regional umfassendes Fernwärmenetz. Dank den geplanten Massnahmen wird es möglich sein, einerseits den Eigenenergieverbrauch um 20 bis 30 Prozent zu senken und andererseits den weiteren Ausbau der externen Energienutzung zu erhöhen.

Verschiedene Fernwärmeoptionen möglich

In diesem Herbst konnte die 4. Etappe des Fernwärmenetzes Bazenheid abgeschlossen werden. Im Jahr 2021 soll mit dem Bau des Fernwärme-Asts ins Dorf Kirchberg begonnen werden. Bazenheid und Kirchberg werden gesamthaft rund 20'000 MWh pro Jahr beziehen. 
Nach der Fertigstellung des Umbaus des Energieparks wird die Energie, die von der ZAB zur Verfügung gestellt werden kann, jährlich bis auf 450'000 MWh anwachsen. Damit kann flexibel und jederzeit genügend Energie für weitere Fernwärmenetze geliefert werden.

Verschiedene Organisationsformen möglich

Den Delegierten wurde aufgezeigt, dass betreffend Organisationsmodellen für Wärmeerzeugung und -Wärmeverteilung (Netz) unterschiedliche, den Bedürfnissen angepasste Formen möglich. Die ZAB kann sich auch vorstellen, Gesamtlösungen aus einer Hand anzubieten und zu betreiben. 

Beim Budget und bei den Wahlen gab es eine einstimmige Bejahung durch die Delegierten. Bild: jg
jg / ZAB