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Bildung
07.12.2020

Gossauer Schulrat bilanziert seine Legislaturziele

Der amtierende Schulrat v. l.: Ruth Lehner, Alex Harder, Brigitte Ziegler, Linus Balzan, Inge Wüthrich, Urs Blaser und Andreas Strübi. (Foto: schulegossau.ch)
Der Gossauer Schulrat hat sich zum Beginn der Legislatur 2017 bis 2020 in einem „Themenkatalog“ insgesamt 25 Schwerpunkte für seine Arbeit gesetzt. Zum Abschluss der Amtszeit hat er den Schlussbericht genehmigt.

Eine der ersten Aufgaben des neuen Schulrates wird es sein, sich für die Amtszeit 2021 bis 2024 sogenannte Legislaturziele zu setzen. Damit macht sich der Rat konkrete Vorgaben, über deren Erfüllung er sich jährlich Rechenschaft ablegt. Der Gossauer Schulrat hat erstmals im Jahr 2013 solche Ziele formuliert. Anlass dazu waren Veränderungen der Kompetenzordnung und die zunehmende Verlagerung der schulrätlichen Arbeit in strategische Themenfelder.

Einiges wurde erledigt

Auf der Basis der guten Erfahrungen in der Legislatur 2013 bis 2016 hat der jetzt abtretende Schulrat auch 2017 einen solchen Themen- und Zielkatalog für den Zeitraum bis 2020 erarbeitet. Er listete in den Themengruppen Schulrat, Kommunikation, Eltern, Kindergärten, Lehrplan und Unterricht sowie Personal, Schulleiter und Lehrpersonen insgesamt 25 Schwerpunkte für seine Arbeit auf. In den letzten vier Jahren hat der Rat seine Arbeit regelmässig an diesen Themenschwerpunkten gemessen und überprüft. Zum Schluss der Amtsdauer zieht er nun ein Fazit.

Im Schlussbericht von Ende November listet der Rat neun erfolgreich abgeschlossene Projekte auf. So hat er im Themenfeld „Schulrat“ seine Absicht umgesetzt, vermehrt auch politische Arbeit zu leisten und die Verbindung zu den Parteien zu verstärken. Ebenfalls zu Ende gebracht hat er die geplante innere Entwicklung der Oberstufe und die beiden Oberstufenzentren auf eine gemeinsame Linie gebracht. Verbessert hat der Rat auch die Kommunikation der Schule insbesondere nach aussen, indem er regelmässige über seine Arbeit informiert hat. Weiter konnte die umfassende Analyse zu den Kindergartenstandorten und deren Ausrüstung abgeschlossen werden; sie führt ab 2021 in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt zu verschiedenen Verbesserungsmassnahmen.

Kantonale Vorgaben umgesetzt

In der Themengruppe „Eltern“ war der Schulrat besonders aktiv. So konnte er sein Ziel bezüglich Sicherheit der Schulwege ebenso erreichen wie die Zusammenarbeit mit den Eltern verstärken und die regelmässige Elternbildung weiterentwickeln. Im zentralen Themenbereich „Lehrplan und Unterricht“ konnte der Rat das vom Bildungsdepartement vorgegebene Instrument des Personalpools erfolgreich auf die Schule Gossau übertragen und auch die Einführung des neuen Lehrplans gemäss den kantonalen Richtlinien abwickeln. Eine grosse „Baustelle“ hat der Rat mit der Themengruppe „Digitalisierung und Informatik“ eröffnet. Hier wurde die neue Fachstelle Medienpädagogik aufgebaut, deren Leistungen in der Zukunft noch intensiviert werden.

Abschluss durch den neuen Rat

„Wir haben nicht alles erledigen können, was wir uns vorgenommen haben“, räumt Schulpräsident Urs Blaser in seinem Rückblick auf die Legislatur ein. Eine wichtige Pendenz ist die Neuorganisation der Führung der Schule Gossau. Mit dem positiven Entscheid des Stadtparlaments zur Stellenaufstockung im Schulamt um 80 Prozent darf sich der neue Schulrat mit der Gestaltung der Führungsorganisation befassen. In diesem Zusammenhang muss sich der neue Rat auch mit der Überarbeitung des Führungs- und Qualitätskonzeptes der Schule Gossau befassen. Das heisst, dass auf der Basis der neuen Schulordnung die verschiedenen Pflichtenhefte der schulrätlichen Kommissionen zu überarbeiten und aussagekräftige Qualitätskriterien zu definieren sind.

Dabei werden auch die breit angelegten Evaluationen einzubeziehen sein, welche die Pädagogische Hochschule St. Gallen PHSG und dem Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich IBE durchgeführt hat. Die Resultate und Handlungsempfehlungen liegen nun vor.

Stadt Gossau / Kommunikation