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Kultur
20.06.2019
04.01.2020 17:11 Uhr

ROSENWOCHE IN BISCHOFSZELL VOM 22. BIS 30. JUNI

Vom 22. bis zum 30. Juni verwandelt sich das Städtchen Bischofszell in ein Meer voller Rosen. Zum 18. Mal findet die Bischofszell die Rosen- und Kulturwoche statt, die in den letzten Jahren jeweils von 40'- bis 50’000 Gästen besucht worden ist.  Das Thema in diesem Jahr: «Rendez-vous der Königinnen».

Über "sein" Bischofszell sprachen wir zudem mit Stadtpräsident Thomas Weingart.

(Vroni Krucker)

Die Rosen- und Kulturwoche ist ein Gemeinschaftswerk der Bewohnenden und Firmen von Stadt und Umgebung, und wird von einem Verein autonom organisiert. Nebst den unzähligen Rosen, die ihren betörenden Duft verbreiten, wird ein sehr vielseitiges Rahmenprogramm geboten.

Einerseits präsentieren sich hochstehende Musikerinnen, Musiker und Musikformationen aus verschiedensten Sparten - zum Beispiel Francine Jordi oder die Brassband Eglisau - andererseits werden die Gäste kulinarisch verwöhnt. Immer begehrt sind auch die Nachtwächter-Rundgänge.

Der Flyer mit allen Details kann im Städtchen überall bezogen oder im Internet herunterunter geladen werden unter www.bischofszellerrosenwoche.ch. Flanieren durch die Königin der Blumen ist beruhigend und inspirierend. Man trifft sich - geplant oder oft unverhofft - mit Freundinnen, Freunden, Kolleginnen und Kollegen.

Interview mit Stadtpräsident Thomas Weingart

Thomas Weingart wirkt im fünften Jahr als Stadtpräsident von Bischofszell, war vorher Journalist und Redaktor bei diversen Presseorganen, zum Schluss arbeitete als Redaktionsleiter Ostschweiz und Graubünden von Schweizer Radio und Fernsehen SRF.

Wie kommt man als Journalist zum Amt des Stadtpräsidenten? Thomas Weingart: Eigentlich war für mich Politik nie ein Thema, ich bin auch ganz bewusst in keiner Partei. Dann kam die Anfrage vom früheren Bischofszeller Stadtammann Bernhard Koch. Mir wurde nach langem Überlegen klar, dass die beiden Ämter viel gemeinsam haben: man erhält Anfragen, muss Abklärungen und letztlich Entscheidungen treffen. Nachdem meine Parteilosigkeit problemlos akzeptiert wurde, habe ich zugesagt und das bis heute nicht bereut. Mir liegt Bischofszell sehr am Herzen. Ich darf auf grosse Unterstützung der Bewohnenden und sehr viel Goodwill zählen, eine sehr befriedigende Situation.

Wie kam es zur Rosenwoche? T.W.: Bernhard Bischof, dem heutigen OK-Präsidenten gab es zu denken, dass das Städtchen am «Einschlafen» war und irgend etwas fehlte. Er wollte Bewegung und Menschen hineinbringen. Rosen passten und passen wunderbar zur barocken Altstadt, die heute sehr gepflegt wird und mit den «Osterbrunnen» ebenfalls viele Gäste anzieht.

Welche Bedeutung hat sie für die Stadt? T. W.: Einerseits können wir hier unsere Wakker-Stadt präsentieren, andererseits beträgt die wirtschaftliche Wertschöpfung während diesen acht Tagen etwa 1,5 Mio Franken. Die Mitwirkenden identifizieren sich mit der Stadt, was auch auf die Aussengemeinden ausstrahlt. Wohnraum wird in Bischofszell immer noch zu einem tragbaren Preis angeboten – ebenso die notwenigen Parkplätze. Ein autofreies Bischofszell ist keine Option.

Welche Veränderungen stellen Sie im Vergleich zu Ihrer Jugendzeit fest? T. W.: Die grössten Veränderungen sind in der Industrie passiert. So wurden zum Beispiel Papierfabrik und OBI geschlossen, bestehen aber erfreulicherweise in anderer Form weiter, zum Beispiel das Typorama oder die BINA, das ist sehr wohltuend.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

T. W.: Ich hoffe, dass wir es auch weiterhin mit den vorhandenen knappen Finanzen schaffen, die Aufgaben im Zentrum und den Aussengemeinden lösen zu können.