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Kanton SG
22.12.2020

Grosser Aufmarsch an Gastro-Demo

Zweite Kundgebung: Hunderte Gastronomen versammeln sich am Dienstagnachmittag (Bild: Matilda Good)
Der Bundesrat hat den Bars und Restaurants den Stecker gezogen. Deshalb demonstrierten die Betroffenen erneut in der Stadt St.Gallen.

Genug ist genug: Den St.Galler Gastronomen und Hoteliers ist der Kragen geplatzt. Der Bundesrat verkündete letzte Woche, dass alle Bars und Restaurants dicht machen müssen. Ab heute bis mindestens zum 22. Januar dürfen die Betriebe nicht mehr öffnen. Schon nach der Sperrstunde um 19 Uhr sagte Walter Tobler, Gastropräsident des Kanton St.Gallen: «Das ist der Todesstoss». Daraufhin versammelten sich hunderte Gastronomen und Beizer am Kornhausplatz in der Stadt St.Gallen um auf sich aufmerksam zu machen.

Am Dienstag wurde die Aktion deshalb wiederholt. Erwartet wurden laut dem Gastroverband um die 1000 Personen. Ihre Forderung an die St.Galler Regierung: Die Gastronomie und Hotellerie soll demnach mit 60 Prozent ihres Umsatzausfalls in den Jahren 2020 und 2021 entschädigt werden. Dies gemäss eines eigenen Berechnungsmodells, das den Ausfall am Durchschnittswert der Nettoumsätze der drei Vorjahre misst und die Kurzarbeits- und Erwerbsersatzentschädigungen sowie Versicherungsleistungen in Abzug stellt.

Um 15 Uhr ging es los. stgallen24 zog mit:

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Die ständig wechselnden Rahmenbedingungen des Bundesrates und der Kantone verunmöglichen den Gastronomen und Hoteliers ein Planen oder wirtschaftliches Arbeiten, geschweige denn, überleben zu können. Viele Gewerbe aus der Gastrobranche stehen vor dem endgültigen aus.

Prominente Unterstützung

An der zweiten Kundgebung waren auch einige bekannte Gesichter dabei: So hielten unter anderem SVP-Kanontsrat Linus Thalmann, der St.Galler Nationalrat und oberster Touristiker Nicolo Paganini und SVP-Nationalrat Mike Egger eine Rede.

Existenz ist bedroht

«Dass die Regierung stets neue Entscheidungen treffe, welche dann von den Bars, Restaurants und Hotels umgesetzt werden sollen, sei verständlich und an sich kein Problem. Wir fordern aber, dass die Entscheidungsträger endlich ihre echte Verantwortung übernehmen und uns ein sofortiges finanzielles Unterstützungspaket zusprechen. Deutschland und Österreich machen es uns vor», sagt Florian Reiser, Initiant der ersten Kundgebung und Gastrounternehmer der Focacceria AG. 

Die Lebensgrundlagen der Gastronomie und Hotellerie und die damit verbundenen Existenzen sei akut bedroht. «Hinter jedem Arbeitgeber stehen zahlreiche Lieferanten und Mitarbeitende. Hinter genau diesen stehen unzählige Familien. Der Rattenschwanz ist lang. Es betrifft uns alle», so der Gastronom

Das Gastrogewerbe wehre sich zwar nicht gegen die Massnahmen, doch nun sei die Zeit gekommen, um auf sich aufmerksam zu machen. Ihre Forderung: Eine finanzielle Unterstützung in Form von à fonds perdu Beiträgen. 

Eindrücke aus der ersten Demo:

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Initiant der Kundgebung ist Florian Reiser. Er ist Geschäftsführer der Focacceria AG. (Bild: Matilda Good) Bild: zVg
Miryam Koc/Matilda Good