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Waldkirch
22.01.2021

Waldkirch hat Neubau Breite abgerechnet

Im Mai des vergangenen Jahres hatte die Gemeinde Waldkirch über den Stand des Bauprojektes «Neubau Breite» mit der Prognose der Baukosten informiert. Die Schlusssitzung der Baukommission fand coronabedingt erst im Herbst 2020 statt.

Die Zeit bis zur Schlusssitzung konnte genutzt werden, um die Baumängel und Pendenzen zu beheben. In der Zwischenzeit hat der Präsident der Baukommission in Zusammenarbeit mit der Abteilung Finanzen der Gemeinde die Schlussabrechnung erstellt. Der Gemeinderat hat diese zusammen mit dem Abschlussbericht des Baukommissionspräsidenten an seiner ersten Sitzung im neuen Jahr, am 13. Januar 2021, behandelt und genehmigt. Die Darstellung der Kostenabrechnung basiert auf dem Kredit für das Vorprojekt aus der Bürgerversammlung vom 23. März 2015 sowie aus dem Kredit für das Hauptprojekt und die Photovoltaikanlage aus der Urnenabstimmung vom 26. März 2017. Die Kredite für das Hauptprojekt und für die Photovoltaikanlage unterlagen damals einer Schätzgenauigkeit von +/– 12 Prozent.

Die Schlussabrechnung per Ende Dezember 2020 zeigt sich nun äusserst positiv und schliesst mit einer Kreditunterschreitung von rund 920000 Franken ab.

Bild: Gemeinde Waldkirch

Mehr- und Minderaufwände
Im Verlaufe des Projektes stellten sich verschiedenste Zusatzwünsche ein oder es ergaben sich Punkte, die im ursprünglichen Kostenvoranschlag nicht berücksichtigt worden sind. Die entsprechenden Positionen sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich.

Ausgewählte Positionen

 

Wegfallende Leistungen in CHF

Zusatz-leistungen in CHF

Bemerkungen

Zinsen Baukredit

-125’000

 

Kredit konnte zu Negativzinsen aufgenommen werden.

Steildach

-60’000

 

Doppelposition; Dach war durch Photovoltaikposition abgedeckt

Anteil nicht verbrauchte Projektreserve

-315’000

 

Ursprüngliche Position 495'000

Abgabe Parkplatzersatz an Gemeinde

 

+50’000

Ursprünglich in der Kostenberechnung nicht berücksichtigt

Verbindungstunnel zwischen Neu- und Altbau Breite

 

+30’000

Ermöglicht zukünftig einfacheren Support/Revision oder zusätzliche Leitung einzuziehen

Innen-Ausstattung / Ausgestaltung

 

+ 220’000

Mehraufwand für Geräte & Produkte für Hauswartung- und Umgebung. Mehraufwand für zusätzliche Anschaffungen und Ausrüstung von Räumen.

Umgebungsarbeiten

 

+ 210’000

Mehrkosten für Anschaffung von Geräten beim Spielplatz (Keine Übernahme der Geräte vom alten Spielplatz Steig, da nicht mehr bfu-tauglich.

Anteil roter Platz / Laufbahn

 

+ 115’000

Sanierung roter Platz war nicht im Perimeter vorgesehen. Deshalb Kostenteilung Projekt / Investitionsrechnung 2020.

Reduktion MWST-Satz um 0.3%

-52’000

 

 

In der Planungsphase nicht eingeplant.

Total

- 552’000

+ 625’000

 

Netto

 

+   73’000

 

Die höchsten Einsparungen gegenüber dem Kostenvoranschlag sind in der Position Gebäude auszuweisen. Diese Einsparungen waren möglich, da die Arbeiten aufgrund eines positiven Umfeldes bei verschiedenen Lieferanten oft unter dem Kostenvoranschlag vergeben werden konnten. Die Vergabegewinne wurden im Folgenden teilweise wieder durch Zusatzaufwände kompensiert.

Projektabschluss und Auflösung Baukommission
Das nun abgeschlossene Bauprojekt hat eine lange Geschichte hinter sich. Nachdem im Jahr 2012 ein Raumkonzept den Bedarf nach zusätzlichen Räumlichkeiten aufgezeigt hat, wurde das Projekt offiziell im Jahr 2015 mit dem Projektwettbewerb gestartet. Nach der Zustimmung der Bürgerschaft zur Realisierung des Neubaus Breite im März 2017 stand der Umsetzung nichts mehr im Wege. In den rund sechs Jahren der Planung und Umsetzung haben viele Personen zum Gelingen dieses für Gemeinde und Schule wichtigen Projektes beigetragen.

Abschreibung der Aufwände
Die Baukosten von insgesamt rund 16‘99 Mio. Franken werden gemäss RMSG (Rechnungslegungsmodell Kanton St. Gallen) über die nächsten 30 Jahre abgeschrieben und belasten somit die Erfolgsrechnung der kommenden Jahre im gleichen Masse.

Lob und Anerkennung
Der Gemeinderat dankt dem Baukommissionspräsidenten Andreas Bolzern für die kompetente Führung der Baukommission sowie der verschiedenen Subkommissionen. Ein ebenso herzliches Dankeschön gilt auch den Mitgliedern der Baukommission, die aktiv die Anliegen der verschiedenen Nutzergruppen eingebracht haben. Ein Dank geht auch an die Architektin, die Baubegleitung und insbesondere an den Bauleiter, welche den Präsidenten der Baukommission bei der Umsetzung des Projektes sehr gut und kompetent unterstützt haben. Durch die sehr gute Zusammenarbeit ist es gelungen, das Projekt zeitlich wie finanziell zu einem positiven Abschluss zu bringen. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei den Nachbarn und Anwohnern für die Geduld und Unterstützung während der Bauzeit. Ein grosses Dankeschön auch an die Bevölkerung der Gemeinde Waldkirch für das Vertrauen in die Behörden und die Baukommission.

Gemeinde Waldkirch