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Kanton SG
09.02.2021

Impfzentren, keine Massentests und Engpässe

Regierungsrat Bruno Damann zur aktuellen Lage.
Am Dienstagnachmittag haben die St.Galler Kantonsregierung und Fachleute live über die Corona-Situation informiert.

Die Regierung sowie Fachleute haben am Dienstagnachmittag an einer Medienorientierung im St.Galler Pfalzkeller die aktuelle Lage eingeschätzt. 

Anwesend waren: 

  • Regierungspräsident Bruno Damann, Vorsteher des Gesundheitsdepartementes
  • Regierungsrat Stefan Kölliker, Vorsteher des Bildungsdepartementes
  • Regierungsrat Beat Tinner, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes
  • Karin Faisst, Präventivmedizinerin und Leiterin Amt für Gesundheitsvorsorge
  • Danuta Zemp, Kantonsärztin und Leiterin Kantonsarztamt

Die wichtigsten Informationen aus der Pressekonferenz:

  • Fallzahlen: Die Fallzahlen im Kanton würden sinken und auch die Hospitalisierungen haben abgenommen. Bei den Impfungen hätte man Gas gegeben und Mitte März sollten die zweiten Impfungen abgeschlossen sein. Das sei sehr erfreulich, aber zurzeit seien keine Lockerungen in Sicht. Grund dafür sind die Virusmutationen, die der Regierung Sorgen bereitet, sagt Bruno Damann.
  • Impfungen: Wegen Lieferengpässen werden die Impfungen im Kanton gebremst. Statt 20'000 Dosen hätte der Kanton nur 10'000 erhalten  26'000 Menschen im Kanton St. Gallen seien bereits geimpft worden, sagt Karin Faisst. Erst im März könnte man wieder Gas geben.
  • Teststrategie: Laut Kantonsärztin Danuta Zemp beträgt der Anteil der Mutationen etwa 20 Prozent, besonders dominant sei die britische Variante. Man wolle weiterhin auf gezieltes Testen setzen und keine Massentests wie bspw. in Graubünden durchführen. «Die Effizienz solcher Tests ist bis heute nicht erwiesen», so Zemp. Kinder seien nach wie vor nicht die Treiber der Pandemie und es gebe keine Informationen, dass Lehrer Schüler anstecken. Auch die Mutation sei über Tröpfchen 
  • Impfzentren: Im April, Mai und Juni werde man bestenfalls noch mehr Impfstoff erhalten und Impfzentren im Kanton St.Gallen einrichten können. Diese sollen in St.Gallen, Buchs, Rapperswil und Wil entstehen. Dort kann sich dann die breite Bevölkerung impfen lassen. 
  • FFP2-Masken: Es besteht nach wie vor keine Empfehlung für FFP2-Masken. Diese seien belastender zu tragen.
  • Schulen: Gemäss Bildungschef Stefan Kölliker sei die Situation an den Schulen unter Kontrolle und stabil. Deshalb werde zurzeit nicht in Erwägung gezogen auf Fernunterricht umzustellen. Kinder können sich durch die neuen Varianten zwar schneller anstecken, würden das Virus aber dennoch weniger übertragen.
  • Härtefallanträge: Regierungsrat Beat Tinner, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements,  spricht über Härtefallregelung und Anträge. Die Prozesse würden weiterhin optimiert, damit die Betroffenen schnell Hilfe bekommen. Man wolle das Budget dafür von 5 auf 9 Milliarden Franken aufstocken. Ein entsprechender Antrag sei beim Bund eingereicht worden. Jeder zweite Angestellte ist im Gastro-Bereich betroffen und hat Kurzarbeit. Im Kanton St.Gallen wurden letztes Jahr 50 Millionen Arbeitsstunden entschädigt. Das macht insgesamt 400 Millionen Franken. 

 

Gossau24/Stgallen24