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Kanton SG
10.02.2021

Ausgebremst: St.Gallen hat zuwenig Impfstoff

Dr. med. Karin Faisst: Zuwenig Impfstoff bekommen (Bild: Lungenliga)
Kaum hat die St.Galler Impfaktion begonnen, wird sie schon wieder zurückgefahren – weil Vakzine fehlen. Schneller solls erst im März gehen.

Die Impfdosen sind knapp: Der Kanton St.Gallen rechnet damit, dass es bis Mitte März dauern wird, bis alle Personen in Alters- und Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft werden können. Im Februar müssen die Erstimpfungen ausgesetzt werden.

Erst 10'000 von 20'000 Dosen geliefert

«Die Impfaktion hat richtig Fahrt aufgenommen», freute sich Regierungspräsident Bruno Damann (CVP) am Dienstag vor den Medien. In den letzten fünf Wochen seien im Kanton St.Gallen 26'530 Impfungen durchgeführt worden. Knapp die Hälfte der Personen wurden von ihren Hausärzten geimpft. Bereits seien alle 11'700 Impfdosen von Moderna in den Hausarztpraxen verimpft worden.

«Wir haben seit dem 25. Januar erheblich weniger Impfdosen erhalten als bestellt», musste gleichzeitig aber Karin Faisst, Leiterin des Amtes für Gesundheitsvorsorge, eingestehen. Vom Pfizer/Biontech-Impfstoff wurden aufgrund von Lieferengpässen bis jetzt erst 10'000 statt 20'000 Dosen geliefert.

Impfzentren in St.Gallen, Rapperswil, Wil und Buchs geplant

Im Februar müssten deshalb die Erstimpfungen zurückgeschraubt werden. «Wir können vor allem Zweitimpfungen vornehmen», so Faisst. Erst Anfang März werde sich die Situation verbessern: «Dann haben wir genügend Impfstoffe und können mit den restlichen Erstimpfungen weitermachen.»

Sobald die Erstimpfungen bei der Risikogruppe vorgenommen seien, sollen die Impfungen auf weitere Gruppen ausgeweitet werden. Dafür sind Impfzentren in St.Gallen, Rapperswil, Wil und Buchs geplant.

sda