Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Waldkirch
25.02.2020

News aus der Gemeinde Waldkirch

Die Jahresrechnung 2019 schliesst mit einem Überschuss von 769‘229.72 Franken positiv ab.

Das ist erfreulich und zeigt auf, dass wir trotz diversen Investitionen und einer positiven allgemeinen Entwicklung in unserer Gemeinde auch die Finanzen im Griff haben. Der Überschuss von 7690‘229.72 Franken wird der Ausgleichsreserve der Politischen Gemeinde zugeschieden. Diese beträgt somit insgesamt 3‘263‘852.12 Franken.

Die wesentlichen Einsparungen konnten in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Bildung, Verkehr und bei den Finanzen erzielt werden. Deutliche Mehraufwände waren andererseits in den Bereichen Soziale Sicherheit und Gesundheit zu verzeichnen.

Die Investitionsrechnung der Gemeinde Waldkirch schliesst mit Ausgaben von 11‘613‘062.45 Franken und Einnahmen von 890‘597.60 Franken. Die Nettoschuld der Gemeinde hat sich, aufgrund der Investitionen in den Schulhausneubau, erhöht. Allerdings nicht in dem Ausmass wie ursprünglich angenommen, da verschiedene Darlehen zu Minuszinsen abgeschlossen werden konnten und somit die Zinsbelastung deutlich reduziert wurde. Das Verwaltungsvermögen der Gemeinde Waldkirch steigt per Ende 2019 auf über 25‘000‘000 Franken an. Auch dies insbesondere im Zusammenhang mit den Investitionen in den Schulhausneubau Breite. Aufgrund der nach RMSG neu auf die Nutzungsdauer bezogenen Abschreibung ergaben sich im Jahr 2019 insgesamt Abschreibungen in der Höhe von 456‘928.15 Franken. Neu fallen im Bildungs-/Schulbereich für die Abschreibungen 241‘700.00 Franken an. Bei den Abschreibungen im Bildungs-/Schulbereich dürfte, infolge Fertigstellung des Schulhauses Breite, der Höchststand der Abschreibungen im Jahr 2020 erreicht werden. Die ersten Abschreibungen für den Sportplatz Breiten sind erst im Jahre 2022, nach dessen Fertigstellung im Jahr 2021, zu erwarten. Der Grund liegt darin, dass Abschreibungen künftig erst nach Fertigstellung eines Investitionsvorhabens vorgenommen werden dürfen.

Aufwand bei verschiedenen Kontogruppen deutlich tiefer

Der Aufwand in der Kontengruppe «Allgemeine Verwaltung» schloss mit einem Minderaufwand von insgesamt 195‘536.93 Franken ab. Bei der «Bildung» belief sich der Minderaufwand auf 187‘061.60 Franken gegenüber dem vorgesehenen Budget. Auch in den Bereichen öffentliche Sicherheit (Minderaufwand 48‘168.39 Franken), Verkehr (Minderaufwand 164‘524.30 Franken), Umweltschutz und Raumordnung (Minderaufwand 73‘978.85) sowie Volkswirtschaft (44‘775.84 Franken) und Finanzen (336‘804.82 Franken) konnten Minderaufwände ausgewiesen werden. Demgegenüber mussten in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit (15‘685.05 Franken) sowie Gesundheit (138‘188 Franken) und Soziale Sicherheit (127‘747.96 Franken) deutliche Mehraufwände ausgewiesen werden. Gerade im Bereich Gesundheit sind die Kosten für die stationäre Pflegefinanzierung, welche durch die Gemeinde zu tragen sind, sehr stark ins Gewicht gefallen.

 

 

Rechnungsabschluss der Technischen Betriebe positiv

Bei den Technischen Betrieben konnte die Jahresrechnung 2019 mit einem Überschuss von 306‘816.30 Franken abgeschlossen werden. Der positive Abschluss ist insbesondere aufgrund der tieferen Abschreibungsquoten (neu nach RMSG) sowie des Wegfalls der Anschlusstaxen erzielt worden. Zudem haben die neuen Tarifstrukturen im 2019 entsprechende Auswirkungen erzielt (Wegfall von über 100 Leistungskunden). Der Überschuss wird der Ausgleichsreserve zugewiesen, welche zusammen mit den kumulierten Ergebnissen der Vorjahre insgesamt auf neu 872‘939.58 Franken ansteigt. 

Budget 2020 mit Defizit / Steuerfuss soll auf 122 Prozent sinken

Der Gemeinderat hat das Budget 2020 mit einem Gesamtaufwand von 19‘843‘475 Franken verabschiedet. Dieses weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Gesamtaufwand auf. Die Gründe liegen vorallem bei den deutlich höheren Abschreibungsquoten, verursacht durch die Investitionen in den Schulhausneubau. Im Bereich Bildung wird im Budget 2020 ein Nettoaufwand von rund 9,9 Mio Franken eingestellt. Die Kontogruppe Bildung macht rund 51,5 Prozent vom Gesamtbudget der Gemeinde aus.

Trotz einem budgetierten Defizit von 543‘900 Franken ist der Gemeinderat überzeugt, dass eine Steuerfusssenkung um 3 Prozentpunkte auf neu 122 Prozent möglich und realistisch ist. Die letzten beiden Jahresabschlüsse waren deutlich positiv und konnten unter anderem durch Aufwandeinsparungen in verschiedenen Kontogruppen und höhere Steuereinnahmen (trotz Steuerfusssenkungen) erzielt werden. Gehen die zu erwartenden Steuererträge ein und können Einsparungen auch im 2020 realisiert werden, kann das Jahresergebnis 2020 trotz Budgetdefizit ausgeglichen werden. Auch wenn bei den Steuereinnahmen bei der einfachen Steuer aufgrund der Entlastungen durch die Steuergesetzrevision keine höheren Erträge zu erwarten sind, kann aufgrund der guten Vorjahresergebnisse diese Steuersenkung verkraftet werden.

Letztendlich besitzt die Gemeinde Waldkirch ein Finanzpolster, welches auf die Reserve aus den kumulierten Ergebnissen der Vorjahre (3‘263‘852.12 Franken) und einer Ausgleichsreserve (2‘312‘296.16 Franken), sprich insgesamt 5‘576‘148.28 Franken besteht. Dieses könnte schlimmstenfalls für künftige Aufwandüberschüsse respektive zum Ausgleich von Budgetdefiziten eingesetzt werden.

Bei den Technischen Betrieben wird im Budget 2020 ein Ertragsüberschuss von 52‘096 Franken budgetiert. In der Investitionsrechnung 2020 sind die Ausgaben mit 1‘245‘000.00 Franken ausgewiesen.

Beiträge aus dem Finanzausgleich

Die Gemeinde Waldkirch bezieht Mittel aus der ersten Stufe des kantonalen Finanzausgleichs. Für das Jahr 2019 wurden der Gemeinde Waldkirch 5‘069‘800 Franken aus dem Finanzausgleich zugewiesen. Für das Jahr 2020 können wir für den Sonderlastenausgleich Schule und Weite (Verkehr) mit Beiträgen von 1‘850‘300 Franken und 1‘875‘000 Franken rechnen. Der Ressourcenausgleich beträgt zudem 1‘282‘600 Franken, was insgesamt einen Betrag von 5‘008‘200.00 Franken für das Jahr 2020 ausmacht.

 

 

(Gemeinde Waldkirch)