Leserbrief
Stadt Gossau
29.02.2020
29.02.2020 18:04 Uhr

Die wahren Gründe

Leserbrief von Alfred Zahner, FLiG Gossau, zum Kreditantrag "Schwalbe-Plus":

In der neuesten Ausgabe von "Goinside"/Gossau24 zeigen die Vertreter der IGOP die wahren Gründe der Ablehnung. Ich zitiere aus ihrer Argumentation gegen die Lösung Schwalbe Plus: "Die Stadt muss keine Heime betreiben", "Private sollen stationäre Altersbetreuung anbieten", "Die Gründung der Sana Fürstenland war ein Fehlentscheid". Dazu verwenden sie auch bewusst negativ besetzte Wörter "Pleitegeier", "Container-Dorf", "Container ohne Sonnenlicht". Der IGOP geht es offensichtlich nicht um "schönere Wohnungen für betagte Menschen". Die IGOP will die gemeinnützige Sana Fürstenland AG zerschlagen und damit den privaten Anbietern den Weg ebnen, um in Gossau allein zu bestimmen, wo und wie unsere Senioren zukünftig zu wohnen haben.
Die IGOP vergisst, dass die Sana Fürstenland AG mit gegen 80 % Ja-Stimmen von der Gossauer Bevölkerung als Lösung gewählt wurde. Die Lösung mit privaten Anbietern wurde 2009 im Parlament nach heftigem Widerstand aus der Bevölkerung deutlich abgelehnt. Der damals vorgesehene private Anbieter wurde übrigens in der Zwischenzeit schon zweimal weiterverkauft und ist jetzt im Besitz einer ausländischen Firma.
Private Anbieter leisten zweifellos einen beachtlichen Beitrag an gute Alterslösungen. Ich möchte jedoch, dass auch die öffentliche Hand mitbestimmen kann, wie die Alterslösung in Gossau aussieht. Nur so können Angebote entstehen, welche auch für die mittleren und unteren Einkommen tragbar sind. Alle Betroffenen sollen entscheiden können, ob sie in ein privates oder in ein öffentliches Heim ziehen möchten. Darum stimme ich überzeugt «Ja» zur Vorlage Schwalbe-Plus.

Alfred Zahner