Kanton
15.03.2020
15.03.2020 20:40 Uhr

2200 FÄLLE IN DER SCHWEIZ - 26 IN ST.GALLEN

Gossau24 aktualisiert laufend die Informationen rund um den Covid-19 Virus. Dabei werden nur offiziell bestätigte Informationen von Bund, Kantonen und Firmen verwendet. Keine Panikmache, nur Fakten.

Corona-Hotline: 058 463 00 00

15. März 2020

 

Aktuelle Situation Schweiz

Meldungen:     2200 positiv getestete Personen
Bestätigt:        1563 Personen
Anzahl Tote:    13 Personen

Positiv getestet Kanton SG: 16 Personen

Die Anzahl der infizierten Personen liegt zurzeit bei 2200. Davon sind 1563 Fälle bestätigt. Laut dem Bundesamt für Gesundheit sind in der Schweiz 13 Personen an Covid-19 gestorben. Im Kanton St.Gallen gibt es zurzeit 26 positiv getestete Personen. Davon sind 16 bestätigt. 

 

13. März 2020, 16:00 Uhr

Neue Massnahmen:
Der Schweizerische Bundesrat stellte am Freitagnachmittag die neuen Massnahmen gegen das Coronavirus vor:

- Er verbietet ab sofort und bis zum 30. April alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen.

- In Restaurant, Bars und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten - Personal inklusive.

- Kein Unterricht bis Anfangs April: An Schulen darf bis am 4. April vor Ort kein Unterricht stattfinden. Für die Grundschule können die Kantone allerdings Betreuungsangebote anbieten, um zu verhindern, dass die Kinder von ihren Grosseltern betreut werden.

- Die Einreise aus Italien wird weiter eingeschränkt. Sie ist nur noch Schweizer Bürgern und Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Der Bundesrat zudem hat entschieden, dass ab sofort Schengen-Grenzkontrollen an sämtlichen Binnengrenzen mit sofortiger Wirkung lageabhängig wieder eingeführt werden.

- Personen über 65 Jahren sollen den öffentlichen Verkehr nicht benutzen, dies empfiehlt der Bundesrat. Aber auch alle andern sollten den öffentlichen Verkehrs «möglichst meiden.» Arbeitgeber sollen das auch pendelnden Mitarbeitern ermöglichen, über flexible Arbeitszeiten und Home Office.

- Der Bund stellt bis zu zehn Milliarden Franken als Soforthilfe für die Wirtschaft zur Verfügung. Dazu reduziert er die Karenzfrist für Kurzarbeit auf einen Tag. Die Unternehmen haben so nur den Arbeitsausfall von einem Tag selbständig zu tragen, bevor ihnen die Unterstützung der Arbeitslosenversicherung zusteht. Und er wird Kreditbürgschaften für besonders betroffene Unternehmen vergeben.

 

11. März 2020, 08:00 Uhr

Das Coronavirus kann für Personen ab 65 und für alle mit einer Vorerkrankung gefährlich sein. Neue Empfehlungen – allgemeingültige und für die Arbeitswelt – sollen sie schützen.

Betroffene Gebiete: weshalb sind keine mehr definiert?

In fast allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus. Deshalb definiert das BAG (Bundesamt für Gesundheit) seit dem 9. März 2020 keine «betroffenen Gebiete» mehr.

Empfehlungen an die Arbeitswelt

Das neue Coronavirus kann für Personen ab 65 Jahren und für alle mit bestehender Vorerkrankung gefährlich sein. Sie müssen besonders geschützt werden. Diese Empfehlungen ermöglichen Unternehmen, Massnahmen zum Schutz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bestimmen – auch von besonders gefährdeten. Unter Mitwirkung ihrer Angestellten können sie sie umsetzen.

Arbeitnehmende dürfen weiterhin nicht systematisch über ihren Gesundheitszustand befragt werden.

Wer ist besonders gefährdet und muss deshalb besonders geschützt werden?

Personen ab 65 Jahren sowie alle Personen mit einer dieser Vorerkrankungen:

  • Bluthochdruck
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs

Schutzmassnahmen für alle

Persönliche Hygienemassnahmen, wie regelmässiges Händewaschen, sollen für alle möglich sein. Am Arbeitsplatz sollte es entsprechende Einrichtungen geben.
Falls im Betrieb möglich, sollen Mitarbeitende gegenseitig Abstand halten können, beispielsweise durch räumliche Anpassungen, Telearbeit/Home Office, Office-Splitting (ein Teil der Mitarbeitenden arbeitet im Büro, einer an einem anderen Ort, zum Beispiel im Home Office) etc.

Gesunde Menschen sollen keine Hygienemasken tragen (chirurgische Masken, OP-Masken). Sie schützen nicht effektiv vor einer Ansteckung mit Viren der Atemwege. Ausgenommen von dieser Empfehlung sind Arbeiten, bei denen die Mitarbeitende aus anderen Gründen eine Maske tragen müssen, zum Beispiel Gesundheitspersonal oder Betreuungspersonal von gesundheitlich gefährdeten Menschen.

Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Personen

Besonders gefährdete Angestellte, die am Arbeitsplatz einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, sollten im Betrieb Abstand halten können. Ist dies oder eine andere zeitlich begrenzte Beschäftigung nicht möglich, sollen Arbeitgebende für diese Personen das Fernbleiben vom Arbeitsplatz in Betracht ziehen.

Weitere Empfehlungen für die Arbeitswelt

Beim Arztzeugnis sollen die Arbeitgebenden kulant sein und es frühestens ab dem fünften Tag einfordern. So werden Gesundheitseinrichtungen nicht zusätzlich belastet.
Arbeitgebende müssen ihre Mitarbeitenden über persönliche und arbeitsplatzbezogene Schutzmassnahmen informieren. Sie müssen diese jeweils den aktuellen BAG-Empfehlungen anpassen.
Arbeitgebende sollen ihre Mitarbeitenden darauf hinweisen, möglichst nicht zu Stosszeiten im ÖV zu reisen.
Arbeitgebende sollen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so flexibel wie möglich gestalten, damit sie Stosszeiten vermeiden können.

gossau24.ch