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Wirtschaft
20.03.2020

Kommt heute die Ausgangssperre?

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Coronavirus und eine Kurzfassung über die neusten veröffentlichten Informationen des Bundes.

+ Aktuelle Situation Schweiz +

Meldungen:     3888 positiv getestete Personen
Bestätigt:        3438
 Personen
Anzahl Tote:    33 Personen

 

20. März 2020:
- Heute könnte es sein, dass der Bundesrat eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Was würde das für unser Land und die 8.5 Millionen Bewohner bedeuten? Wenn man mit anderen Länder vergleicht sieht man: Es gibt strenge – und vergleichsweise moderate Sperr-Massnahmen.

In der Schweiz wäre es möglich, dass die Ausgangssperre wie im Kanton Uri nur für über 65-jährige gilt. Würde man das Beispiel Italien nehmen, dann wäre es für die gesamte Bevölkerung nur erlaubt das Haus zu verlassen, um einzukaufen, arbeiten zu gehen wenn nicht anders möglich oder aus medizinischen Gründen. Verlassen die Italiener ihr Haus, müssen sie ein Formular bei sich tragen und die entsprechende Begründung vorweisen.

19. März 2020:
- Das BAG meldet eine Zunahme von über 800 positiv getestete
Personen über Nacht und insgesamt 33 Toten. 

- Daniel Koch vom BAG an der Pressekonferenz:
Die Infektionen verbreiten sich exponentiell. Die Situation im Tessin sei dramatisch und es gibt kaum noch Intensiv-Betten. Insgesamt sollen noch 160 von 800 Intensivpflege-Betten in der Schweiz frei sein. Im Moment reicht es noch, aber es ist absehbar, dass es nicht reichen wird. Man wird versuchen, andere Patienten auf der Intensivstation vorzeitig zu verlegen, um sie etwa in Zürich zu operieren. Man möchte in der Schweiz einen Zustand wie in Italien unbedingt verhindern, deshalb sei es so wichtig, dass es keine neuen Ansteckungen gibt. 

- Neue Massnahmen beim Einkaufen
Die Schweizer Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden in ihren Geschäften. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche soll nur noch  ein Kunde einkaufen dürfen. Diese Massnahme erfolgt auf Geheiss des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Wie das BAG ausführt, ist die Anzahl Kundinnen und Kunden im Laden von der Verkaufsfläche abhängig zu machen. Es gilt der Richtwert von einer Person pro 10m2. Der Detailhandel hält das für eine sinnvolle Regelung. Sie erlaubt gleichzeitig den Schutz der Mitarbeitenden und der Kundinnen und Kunden wie auch die Erfüllung des Versorgungsauftrages.

Neben dem Detailhandel sind aber auch die Kundinnen und Kunden aufgefordert, sich an die entsprechenden Vorgaben zu halten: Die Einhaltung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes zum Personal an der Kasse, die Verwendung von Debit- oder Kreditkarten statt Bargeld sowie die Nutzung von Self Scanning und -check out-Lösungen sind weitere wichtige Massnahmen, um das Übertragungsrisiko zu senken.

Darüber hinaus betont der Detailhandel noch einmal: Die Versorgung mit Gütern ist absolut sichergestellt. Hamsterkäufe sind unnötig. Der Detailhandel appelliert an seine Kundinnen und Kunden sich solidarisch zu zeigen und vernünftig einzukaufen.

- Armee möchte mehr Beatmungsgeräte beschaffen:
Die Armee hat die Beschaffung von weiteren Beatmungs- und Monitoringgeräten in die Wege geleitet. Zusätzlich zu den bestehenden rund 100 Einheiten werden weitere 900 Einheiten beschafft. Ende Woche wird eine erste Lieferung von 50 Einheiten erwartet.

18. März 2020:
- Das BAG veröffentlichte um 15 Uhr die neuesten Zahlen:
3028 positiv getestete Personen, davon sind 2772 bestätigt. Gezählt wurden 21 Todesfälle durch Covid-19. Die Dunkelziffer dieser Werte soll aber laut Experten viel höher sein.

- Bundesrat rationiert Schmerzmittel: Am Mittwoch wurde vom Bundesrat beschlossen, dass fiebersenkende Mittel rationiert werden müssen. Ab sofort darf nur noch eine Packung abgegeben werden.

- Keine Volkabstimmung: Auch der Volksabstimmungssonntag vom 17. Mai 2020 wird wegen des Coronavirus verschoben. Die Begrenzungsinitiative der SVP, das revidierte Jagdgesetz sowie das Votum über die Kinderdrittbetreuungskosten gelangen später an die Urne. 

- Keine Betreibung: Vom 19. März bis 4. April dürfen Schulner in der ganzen Schweiz nicht betrieben werden. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung angeordnet. 

17. März 2020:
- Am Dienstag informierte der Bund erneut über die aktuelle Lage. Das sind die wichtigsten Informationen:

  • Laut Daniel Koch vom BAG ist die Anzahl der Infizierten rasant gestiegen. Die genauen Zahlen können deshalb nicht genau bestimmt werden, da man mit den Zählungen nicht nachkommt. Eine Woche lang werden die Infektionen mindestens noch ansteigen. 
  • Wenn die Zahlen weiter so steigen, seien die Spitäler überfordert. Koch sagt: «Es ist der Beginn der Welle». Er appelliert erneut an das Verhalten der Bevölkerung.
  • Weiter sagt Koch, dass wir uns bereits im Ernstfall befinden.
  • Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch sagt, dass die Massnahmen, die der Bundesrat beschlossen hat, einschneidend für die inländische Wirtschaft und auch für den Export. Es werde zurzeit geprüft, ob die Kurzarbeit auch für Temporärarbeiter oder für befristete Arbeitsverhältnisse zur Anwendung kommen könne.
  • Raynold Droz, Brigadier der Schweizer Armee, sagte, dass die Mobilisierung der Armee wahrscheinlich bis Ende Juni gehen. Es werde nun stufenweise auf maximal 8000 Mann aufgebaut.
  • Daniel Koch: «Wir haben in der Schweiz 800 Intensivplätze und können noch 400 zusätzliche schaffen. Das Problem ist das Personal, denn dort können wir die Zahlen nicht einfach steigern.» 
  • Hans-Peter Lenz vom EDA übernimmt. Alle Schweizer seien aufgefordert, in die Schweiz zurückzukehren. Mehrere 100 Schweizer sitzen in Marokko fest, das EDA stehe in engem Kontakt mit den Behörden, um ihre Rückkehr zu erleichtern.
  • Ob es in Supermärkten zu Beschränkungen der Anzahl Kunden käme, würde man anschauen. 

Der Bundesrat beschliesst die «Ausserordentliche Lage». Ab heute sind öffentliche und private Veranstaltungen verboten. Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden bis am 19. April geschlossen. 

Das bleibt offen:

  • Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs sei sichergestellt, so Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga an der heutigen Medienkonferenz. Es sind genügend Vorräte angelegt.
  • Gewerbliche Betriebe bleiben offen. Denn im Gewerbe und auf dem Bau sei es absolut möglich, die Hygienemassnahmen einzuhalten.
  • Auch Werkstätten für Transportmittel können geöffnet bleiben.
  • Spitäler, Kliniken und Arztpraxen bleiben geöffnet, müssen aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten. Besonders gefährdete Personen erledigen ihre Arbeit zu Hause. Ist dies nicht möglich, werden sie vom Arbeitgeber beurlaubt. Ihren Lohn erhalten sie weiterhin.
  • Gottesdienste sind Veranstaltungen und verboten. Die Kirchen bleiben aber offen. Beerdigungen im kleinen Kreis sind immer noch zulässig.
  • Der öffentlicher Verkehr bleibt akiv. Ab Donnrestag gibt es allerdings einen neuen Fahrplan. Die Schweizer Transportunternehmen werden das Angebot stark runterfahren. Die Fernverkehrszüge fahren generell im Stunden- statt Halbstundentakt, grenzüberschreitender Verkehr wird stark eingeschränkt.

- 8000 Armeeangehörige stehen bereit
Für die Krise stehen 8000 Armeeangehörige bereit. Der Bundesrat hat zudem entschieden, ab Mitternacht auch die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich zu kontrollieren. Bereits am Freitag hatte er Schengen-Grenzkontrollen für Reisende aus Italien eingeführt. Die Einreise aus den vier grossen Nachbarländern ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz sowie Berufspendlern erlaubt.

++++++Aktuelle Situation International++++++


20. März 2020:

-Erster Bundesstaat in den USA erhält Ausgangssperre:
Der kalifornische Gouverneur rief die Bevölkerung des Westküstenstaates auf, zu Hause zu bleiben. Die Ausgangssperre für knapp 40 Millionen Menschen sollte in der Nacht zum Freitag in Kraft treten, teilte Newsom am Donnerstagabend weiter mit. 

- Neue Zahlen vom BAG:
Mehr als 150 Länder oder Regionen haben Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus bestätigt.In Italien gibt es mehr als 41 000 bestätigte Coronavirus-Fälle, davon sind 3405 Menschen verstorben.

Weltweit sind mehr als 244 000 Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus gemeldet, davon sind 10 030 Menschen verstorben.

Insgesamt sind mehr als 85 500 Menschen wieder geheilt.

19. März 2020:

-Keine Neuansteckungen in Wuhan
Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus meldet die Stadt Wuhan keine neuen Infektionen. Laut der Pekinger Gesundheitskomission  wurden in China insgesamt 34 neue Ansteckungen gemeldet. Diese stammen aber von Ausländern, die nach China zurückgekehrt sind. Deshalb befürchtet das Land eine neue Coronavirus-Welle.

- Neuseeland und Australien schliessen die Grenzen
Auch Neuseeland und Australien haben entschieden die Grenzen zu schliessen. Der australische Premierminister Scott Morrison und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern sprachen das Verbot am Donnerstag aus. Einreisen können nur noch die eigenen Bürger.

18.März 2020:

-Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle weltweit am Mittwoch auf über 8000. Wie aus der AFP-Auswertung hervorgeht, starben weltweit 8092 Menschen an dem Virus. Allein in den vergangenen 24 Stunden starben in Europa 684 Menschen.

- Mehr als 140 Länder oder Regionen haben Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus bestätigt.In Italien gibt es mehr als 31 500 bestätigte Coronavirus-Fälle, davon sind 2503 Menschen verstorben.Weltweit sind mehr als 198 000 Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus gemeldet.7988 Menschen sind verstorben, 4751 Personen ausserhalb des chinesischen Festlands.

- Insgesamt sind mehr als 82 500 Menschen wieder geheilt.

- Der Eurovision Song Contest wurde abgesagt. Das Finale hätte am 16. Mai in Rotterdam stattfinden sollen.

- Fussball-EM wird auf 2021 verschoben: Erstmals in der Geschichte des europäischen Fussballverbandes soll die EM verschoben werden. Am Dienstagmittag bestätigte der norwegische Verband die Gerüchte. Ein offizielles Statement der Uefa steht noch aus. 

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