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28.06.2021

Der erneuerte "Quellenhof" öffnet wieder am 2. Juli

Hanspeter Dürr (l.) und Haris Dzaferovic, Pächter des „Quellenhofs“, mit Küchenchefin Barbara Baur. Bild: rb.
Nach monatelangem Umbau wird das Restaurant Quellenhof am Gossauer Bahnhof am Freitag, 2. Juli wieder eröffnet.

Rita Bolt

Die runde Bar mit Kupferdach aus einem alten Bierläuterbottich direkt beim Eingang ist wohl das einzige, das der Renovation im Restaurant Quellenhof nicht zum Opfer gefallen ist. Blickfang im neuen „Quellenhof“ ist der deckenhohe Weinschrank hinter dem Stammtisch, in dem 170 verschiedene Weine gelagert sind. Im begehbaren Weinschrank plätschert ein kleiner Brunnen. „Der Brunnen spendet Luftfeuchtigkeit für die Korken“, erklärt Hanspeter Dürr, der den „Quellenhof“ zusammen mit Haris Dzaferovic führt. Die Weine stammen alles aus Dürrs privatem Weinkeller. Der „Quellenhof“ verfüge im Moment nicht über die notwenigen Mittel, um Weine einzukaufen, erklärt der Weinliebhaber und ergänzt: „Wir führen Weine in jeder Preiskategorie und auch im Offenausschank.“ Die Weinkarte gibt es nicht auf Papier, sondern per Tablet: „Die Mengen können einfach verwaltet werden, die Karte ist immer auf dem neuesten Stand und Nachbestellungen werden automatisch ausgelöst“, erklärt Geschäftsführer Haris Dzaferovic. Mit der Nachbestellung des Biers geht es nicht ganz so einfach: Die Brauerei Schützengarten AG als Besitzerin der Liegenschaft liefert nebst den gängigen Bieren monatlich ein anderes Spezialbier aus dem Brauwerk St.Gallen. Im Brauwerk wird mit neuen Sorten und Rohstoffen experimentiert. „Wir müssen uns überraschen lassen, was jeweils geliefert wird“, sagt der Geschäftsführer.

Fenster mit Blick in die Küche

Dort, wo früher das Restaurant Billabong innerhalb des „Quellenhofs“ war, ist jetzt ein bedientes Fumoir mit 26 Plätzen für Zigarrenliebhaber. Auf Knopfdruck wird das Cheminée an der Wand in Betrieb gesetzt. In der Küche wird Erdgas der Stadtwerke Gossau genutzt, deshalb sei dies möglich. Ein anderes Highlight ist sicher das Fenster, durch das die Gäste direkt in die Küche schauen können. Hinein sieht aber nur jeder Gast, der steht. „Wir wollen einen kleinen Einblick hinter die Kulissen geben“, sagt Küchenchefin Barbara Baur. Die junge Köchin wird klassische Gerichte anbieten, beispielsweise ein Original Wienerschnitzel, aber auch vegetarische und vegane Speisen. Sie werde saisonal kochen und das Gemüse regional beziehen. Alles was möglich sei, werde hausgemacht. Barbara Baur hat die Kochlehre im „Jägerhof“ in St.Gallen absolviert, war dann im Schloss Oberberg tätig und kocht jetzt im „Quellenhof“. „Ich freue mich auf viele Begegnungen hier am Gossauer Bahnhof“, sagt sie und ergänzt: Der „Quellenhof“ werde keine Gourmet-Küche sein.

Saisonal und regional kochen

Auf der Terrasse haben etwa 60 Gäste Platz, das Restaurant mit Bar bietet Platz für 80. Diese sitzen nicht mehr wie früher auf Holzstühlen, sondern auf blauen Polstersesseln. Die Holztische sind allerdings geblieben, aber mit Tischtüchern gedeckt. Das Interieur ist modern gestaltet mit gemusterten Stoffen, die an das berühmte Burberry-Karomuster erinnern. Und noch ein Designer ist vertreten: Im Fumoir und den Toiletten sind Gianni-Versace-Tapeten mit modernen Mustern an den Wänden angebracht. Die Damen und Herren-Toiletten wurden komplett erneuert. Designt hat den „Quellenhof“ Hanspeter Dürr, Inhaber des BBC butterbarcafe Gossau. Er ist gelernter Innendekorateur und nimmt viele Ideen von Restaurants auf der ganzen Welt mit nach Gossau. „Wir wollten ein einladendes Speiserestaurant schaffen, in das die Leute gerne einkehren“, sagt Dürr. Seiner Meinung nach habe der neue „Quellenhof“ viel Ausstrahlung und viel Potential, doppelt der 29-Jährige Geschäftsführer Dzaferovic nach. Für ihn gehe mit diesem Restaurant ein Traum in Erfüllung. „Das habe ich mir schon immer gewünscht.“

Sieben Tage in der Woche geöffnet

Die Liegenschaft "Quellenhof" wurde 1913 von der Brauerei Schützengarten AG erbaut und zeitgleich mit dem verlegten Bahnhof Gossau am jetzigen Standort am 1. Oktober 1913 eröffnet. Und sie gehört noch immer dem St.Galler Brauerei-Unternehmen. Im Restaurant wurde übrigens die Original-Backsteinwand wieder freigelegt.

Der Quellenhof hat sieben Tage in der Woche geöffnet, jeweils von 11 bis 23 Uhr. Es gebe durchgehend etwas zu essen mit einer kleinen Nachmittagskarte. Es werden täglich Mittagsmenus angeboten.

Rita Bolt