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01.04.2020
01.06.2020 22:25 Uhr

Corona-Zentrum öffnet seine Tore

Am 31. März 2020, pünktlich um 8 Uhr, wurde das Konsultationszentrum für Corona-Patienten in den Olma-Hallen eröffnet. Hier können pro Tag 80 Patientinnen und Patienten behandelt werden.

Innert drei Tagen wurde aus dem Hotspot für Freizeit und Freude ein Ort, der Ärzte in Notsituationen entlasten soll - auf Voranmeldung.

Koordinierte Aktion von Kanton, Zivilschutz und Olma
«Herzlich Willkommen» steht auf den grossen Fahnen vor der Halle 9.1 des Olma-Areals - und irgendwie wirken diese einladenden Worte fehl am Platz. Denn zum ersten Mal in der Veranstaltungsgeschichte werden hier keine Feste gefeiert oder Messen abgehalten, sondern es wird während einer Pandemie, die sich rasend schnell verbreitet, medizinisch beraten und behandelt. 

In einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Kanton, Olma, Zivilschutz und Ärzteschaft wurde innerhalb von nur drei Tagen ein Konsultationszentrum zur Entlastung der Ärzte auf die Beine gestellt.  

14 Behandlungszimmer
Am vergangenen Montagmorgen erhielt Felix Keller, Chef des Regionalen Führungsstab St.Gallen-Bodensee (RFS), den Auftrag vom Kanton, ein Konsultationszentrum in St.Gallen einzurichten. Zur Auswahl standen die Olma-Hallen oder das Athletik-Zentrum. Schnell habe man sich für die Olma entschieden, denn hier fand man die besten Anbindungen und Kapazitäten.

Innert kürzester Zeit wurde dann ein Konzept erstellt - und schon am Donnerstag war das Zentrum betriebsbereit. Es verfügt über 14 Behandlungszimmer und einer Infrastruktur, die jederzeit ausgebaut werden kann - was man aber nicht hofft.

Ab heute Dienstag können 80 Corona-Untersuchungen pro Tag durchgeführt werden. Das Ziel des Zentrums ist die Entlastung der Ärzteschaft.

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Zugang nur mit Termin
Zutritt erhält nur, wer vorgängig durch den Hausarzt angemeldet wurde und sich ausweisen kann. Wer ohne Terminreservation vor Ort erscheint, wird abgewiesen.

Für Betroffene bleibt der Ablauf gleich: Personen, die schwere Symptome zeigen oder zu der besonders gefährdeten Gruppe gehören, melden sich zuerst telefonisch beim Hausarzt. Falls aus Sicht der Ärzteschaft eine Konsultation notwendig ist, wird der Hausarzt die Person bei einem Konsultationszentrum anmelden, falls seine Praxis keine weiteren Patienten aufnehmen kann.

Anschliessend erhält der Betroffene einen Termin in einem der drei Konsultationszentren im Kanton St.Gallen (neben der Olma auch im Sportzentrum Riet in Sargans und im Sportzentrum Grünenfeld in Rapperswil-Jona). 

Miryam Koc