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Wirtschaft
27.04.2020
01.06.2020 22:46 Uhr

Ein kleines Stück Normalität

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Coronavirus und eine Kurzfassung über die neusten veröffentlichten Informationen des Bundes.

Ab heute kehrt wieder ein kleines Stück Normalität in den Alltag vieler Menschen: Ab Montag tritt die erste Etappe der Lockerungen in Kraft. Die Massnahmen im stationären medizinischen Bereich werden gelockert, Spitäler dürfen wieder alle Eingriffe vornehmen. Ebenso können ambulante medizinische Praxen ihren normalen Betrieb wiederaufnehmen und wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen. Aber auch Coiffeure, Tattoo-Studios, Physiotherapeut, Gartenmärkte oder Blumenläden nehmen wieder den Betrieb auf.

Auch in der Stadt St.Gallen sieht man bereits erste, aber vorsichtige Schritte zurück in die Normalität. Die Coiffeure scheiden mit Schutzmasken die Haare von Kunden, in den Bussen fahren wieder mehr Menschen mit und vor den Baumärkten bilden sich bereits Schlangen. «Die Leute freuen sich auf ihren ersten Haarschnitt und es ist ständig etwas los. Das freut uns natürlich auch», heisst es beim Coiffeur Gidor in St.Gallen.

Hoffnung für Gastro
Der Tourismus und die Gastrobranche sind besonders hart getroffen durch die Corona-Krise. Am Sonntag fand ein Krisen-Gipfel statt zwischen Branchenvertretern und Bundespräsidentin Simonetta Somaruga.

Definitiv entschieden wurde dabei allerdings noch nichts. Doch es würden erste Lockerungskonzepte für den 11. Mai geprüft. Simonetta Somaruga: «Wir prüfen mit den Branchen, was möglich ist und denken dabei auch an eine schrittweise Öffnung der Gastroszene.»

Der wichtigste Punkt sei natürlich, dass Mitarbeitende und Gäste geschützt werden können. Deshalb sei es nicht möglich, dass die Betriebe per sofort alles zu hundert Prozent hochfahren könnten, sondern nur schrittweise.

Das BAG meldet am Sonntag 29'061 Corona-Fälle in der Schweiz. Das ist eine Zunahme von 167 Fällen innert 24 Stunden. Insgesamt sind 1'337 Menschen gestorben. 

«Die hier veröffentlichen Daten basieren auf Informationen, die uns Laboratorien, Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler übermittelt haben. Sie beziehen sich auf Meldungen, die wir heute früh erhalten haben und können deshalb von denjenigen Zahlen abweichen, welche die Kantone kommunizieren», schreibt das BAG.

Suche nach Antikörpern
Wie viele Personen in der Schweiz haben bereits eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht? Und ist man danach immun? Diese Fragen will die Swiss School of Public Health (SSPH+), ein Netzwerk aus zwölf Schweizer Hochschulen, beantworten. Sie lanciert dazu eine schweizweite Studie.

Die Studie basiert auf dem Konzept von Professor Milo Puhan, Leiter des Instituts für Epidemiologie an der Universität Zürich. Sie soll herausfinden:

  • Wie viele Menschen in der Schweiz haben bereits eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht?
  • Sind Menschen nach einer Infektion immun sind gegenüber einer erneuten Infektion mit dem neuen Coronavirus?
  • Und wenn ja, wie lange hält die Immunität an?

Dazu sollen sich bis Oktober 2020 zeitlich gestaffelt rund 25 000 Personen aus der Bevölkerung und spezifischen Berufsgruppen testen und untersuchen lassen. Ein Bluttest zeigt, ob jemand eine Coronavirus-Infektion durchlaufen hat. Antikörper im Blut deuten auf eine durchgemachte Infektion hin.

Die Studie unterstützt das BAG inhaltlich und finanziell. Die Erkenntnisse daraus liefern unteranderem auch für die nationale und kantonale Politik wichtige Grundlagen. Basierend darauf kann sie das weitere Vorgehen bei der Bewältigung der Coronavirus-Epidemie festlegen und später über ein Impfprogramm in der Schweiz entscheiden.

» Situation St.Gallen

Der Kanton St.Gallen meldet am Sonntag 761 Covid-19-Fälle. Insgesamt sind 31 Personen an der Lungenkrankheit gestorben. Es befinden sich 4 Menschen auf der Intensivstation. 176 Erkrankte konnten wieder aus dem Spital entlassen werden. In allen Regionen des Kantons tritt das Virus auf. Das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt im Kanton St.Gallen bei 80 Jahren.

  Anzahl  Veränderung geg. Vortag
laborbestätigte Fälle 761 +8
Hospitalisationen Isolation 34 -5
Hospitalisationen Intensiv  4 keine
aus Spital entlassene 176 -1
Verstorbene 31 keine

Quelle: sg.ch

Mehr Tests in St.Gallen
Im Kanton St.Gallen werden ab kommenden Montag auch Personen mit leichten Krankheitssymptomen wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns auf das Coronavirus getestet. Mit dieser Massnahme will die Regierung erreichen, dass nur noch jene Personen sich isolieren müssen, die sich tatsächlich mit dem Virus infiziert haben. Die vorgesehene Änderung der Testpraxis kann zu einem Anstieg der Fallzahlen führen.

» Situation International

Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus in mehr als 220 Ländern oder Regionen

  Bestätige Fälle, mehr als Verstorben, mehr als
Italien 195 000 26 000
Frankreich 124 000 22 500
Deutschland 156 500 5 500
Österreich 15 000 500
Weltweit 2 897 500 202 500

Für die meisten Menschen verläuft die Krankheit mild. Jedoch können vor allem Personen ab 65 Jahre und alle mit einer Vorerkrankungen schwer erkranken.

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