Masken kleben und verkleidet am Gossauer Fasnachtsumzug mitlaufen, den die Gossauer Guggenmusik Gassächlöpfer im Rahmen des Guggen-Festivals wieder aufleben lässt: Die Schülerinnen und Schüler des Hirschberg-Schulhauses treffen sich jeweils am Mittwochnachmittag und an Samstagen freiwillig in Untergeschoss und basteln an ihrem Sujet. Es scheint ihnen grossen Spass zu machen. Begleitet beim Basteln und am Umzug vom 2. Februar werden sie von vielen Eltern. «Vorgängig mussten die Schülerinnen und Schüler in der Nachbarschaft Zeitungen sammeln und alle sind jeweils mit vollen Rucksäcken in die Schule gekommen», erzählt die Unterstufenlehrerin Regina Borter, die zusammen mit Ronja Cozzio das Maskenkleben anleitet und beaufsichtigt. Farbige Sitzbälle werden mit Zeitungspapier-Streifen beklebt, später noch bunt mit wasserabweisender Farbe bemalt.
Mit etwas Fantasie kann bereits jetzt schon erraten werden, was aus den überklebten Sitzbällen entsteht: Marsmenschen, Astronauten, Planeten und die Erwachsenen werden einen Sternenhimmel bilden. Mehr wird noch nicht verraten. Das Motto hingegen wird genannt: «Hirschberg im All».
31 Sujets sind am Fasnachtsumzug am Start
Am Fasnachtsumzug machen die Kindergärtler und die Erst- bis Sechst-Klässler des Hirschberg-Schulhauses mit. Insgesamt sind es über 100 Buben und Mädchen und etwa 40 Erwachsene. Es ist das einzige Schulhaus, das sich am Umzug beteiligt. «Wir haben noch bei anderen Schulhäusern nachgefragt, aber leider Absagen erhalten», sagt Saskia Huber von den organisierenden Gassächlöpfer. Der Umzug ist aber auch ohne weitere Schulhäuser gut bestückt: Insgesamt sind 31 Sujets angemeldet, davon zwölf Guggen. Die Vorfreude sei riesig, sagen Saskia Huber und OK-Präsident Yves Holenstein.
Auch die Hirschbergler freuen sich darauf, sich am Umzug zu zeigen; vor allem freut sich Regina Borter. Sie habe sich schon viele Jahre mit ihren Schülerinnen und Schülern an den Fasnachtsumzügen beteiligt. «Harry Potter oder Asterix und Obelix waren beispielsweise grosse Sujets», erzählt sie. Früher habe man die Masken mit Gips, Ton und Kleister gefertigt. Heute müsse man mit weniger und einfacherem Material auskommen. Aber: Die Gassächlöpfer werden den fleissigen Hirschbergler einen schönen Zustupf in die Kasse geben. Die «Gwändli» würden aus Plastik gefertigt und es könne, dank Raumfahrtspezialist Men J. Schmidt, noch ein kleiner Wagen gebaut werden. Was die Fasnachtstruppe noch gut gebrauchen könnte? «Goodies, die wir während des Umzugs dem Publikum abgeben können», sagt Ronja Cozzio.