«Anything Goes» – Alles ist möglich an Bord des Luxusdampfers «M.S. America». Die Geschichte entführt das Publikum in die glamouröse Welt der 1930er-Jahre. Während der Überfahrt von New York nach London geraten die Passagiere, darunter eine bunte Mischung aus schrulligen Charakteren, in zahlreiche komische Verwicklungen.
Probenbesuch beim Theaterverein Fürstenland: «Anything Goes»
Professionell und familiär
Es ist gerade Mittagspause am Probenwochenende des Theatervereins Fürstenland. Im Eingangsbereich des Gymnasiums Friedberg, wo geprobt wird, ist ein Buffet aufgebaut. «Wir machen auch das Essen selbst», erklärt Pius Stark, Präsident des Theatervereins. Und noch bevor er sich in die Schlange einreiht, erzählt er mit Begeisterung, dass seine ganze Familie auf und hinter der Bühne engagiert ist – unter anderem Chiara Stark in der Hauptrolle und Seraina Stark als künstlerische Koordinatorin der Produktion.
«Eine Herzenssache»
Die weibliche Hauptrolle spielt die Gossauerin Chiara Stark. Sie hat eine Ausbildung an der Musical & Theatre School SAMTS in Zürich absolviert und steht seit ihrer Kindheit auf der Bühne. Die männliche Hauptrolle besetzt Simon Bächtiger, der an derselben Schule abgeschlossen hat. Für den Lehrer ist dieses Musical eine Herzenssache: «Es macht mir viel Freude, mit diesen tollen Menschen und in dieser guten Atmosphäre zu spielen», betont er und die Begeisterung ist spürbar – genauso wie bei Chiara Stark und überhaupt bei allen Beteiligten.
«Nun kommt der schönste Ton»
Nach der Mittagspause startet Philippe Frey mit der Chorprobe. Da zwischendurch alle kurz zur Maskenbildnerin huschen, wird es ein wenig unruhig im Saal. Energisch und mit viel Humor mahnt der musikalische Leiter der Produktion zur Konzentration und macht unbeirrt weiter: «Achtung, nun kommt der schönste Ton!» – «Warum blättert ihr so viel?!» – «Nochmal Takt 49!» Philippe Freys Begeisterung für die Musik ist ansteckend und seine Energie scheint unermüdlich zu sein.
«Bubbles» für die Perücken
Nebenan fertigt die Maskenbildnerin Sandra Wartenberg währenddessen sogenannte «Bubbles» an. Sie arbeitet seit 2013 freiberuflich und hat sich in den letzten Jahren immer mehr auf die Herstellung von Perücken spezialisiert. Mit diesen Plastikformen kann sie von jedem Kopf die exakten Masse nehmen, um später die Perücke anzufertigen. Die meisten haben das noch nie gemacht. Doch nach nur fünf Minuten ist alles schon vorbei.
Damen und Herren von Welt
Nach der Chorprobe übernimmt Choreografin Karin Diethelm. Mit kreisenden Schultern startet die Gruppe ins Warm-up. «Vergesst nicht, wer ihr seid: Damen und Herren von Welt!», erinnert sie die Spielenden an ihre Rollen. Entlang der Bodenmarkierungen werden Tanzschritte geprobt. Noch fehlen Kostüme und Bühnenbild und für Aussenstehende bleibt das Endergebnis schwer vorstellbar. «Die dort drüben stehen auf dem Oberdeck», erklärt ein Matrose – ein Hinweis auf die Welt, die hier entsteht.
Intensive Probemonate
Die Leitung ist sehr zufrieden mit dem Stand der Proben. Seit vergangenem Sommer wird zweimal wöchentlich geprobt, zudem gibt es insgesamt vier Probewochenenden. «Und im letzten Monat vor der Aufführung kommen wir sogar fast täglich zusammen», erzählt Reto Meier, der zu den Gründungsmitgliedern gehört. Der Probenbesuch hat gezeigt: Der Theaterverein Fürstenland arbeitet mit viel Herzblut auf einem sehr hohen Niveau. Die Vorfreude auf die Vorstellungen ist geweckt!
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